
Zum Teil der Landschaft werden
Ein solcher Garten lebt vom weiten Blick in die Voralpenlandschaft. Der Bergwald, gleich hinter dem Haus, bettet das Grundstück weich in den Hang. Haus und Garten schotten sich nicht nach außen ab, sind Teil der umgebenden Landschaft.

„Ein einfacher, aber abwechslungsreich gestalteter Weg führt den Hang hinab zu Sitzplätzen auf unterschiedlichen Ebenen und lädt dazu ein, den gesamten Garten zu erkunden.”

Jan Vandebotermet
Bienenfreundlicher Apfeldorn (Crataegus x lavallei 'Carrierei') fungiert als Schattenspender, dessen Krone im Alter schirmförmig wird. Hier in dieser Höhe auf nahezu 800 m über N.N. müssen die Pflanzen extreme Wetterbedingungen aushalten, insbesondere an einem solchen Südhang mit reichlich Schnee, aber auch intensiver Sonneneinstrahlung im Winter. Daher wählt Jan Vandebotermet robuste Pflanzen aus, die mit diesen Bedingungen klarkommen und gleichzeitig eine lange Blütezeit bieten. Stauden wie die Ziersalbei-Sorten 'Adrian' und 'Blauhügel' (Salvia nemorosa) und die nicht minder blühfreudigen Rosen (u. a. Beetrose 'Asprin', Edelrose 'Nostalgie', Bodendeckerrose 'Heidefeuer') haben sich auf dem drainierten Boden bestens entwickelt. Ergänzt wird die artenreiche Pflanzung mit Gehölzen, die auch in der Berglandschaft vorkommen – nur eben in ihrer Gartenform, wie etwa Zwergkiefern (Pinus mugo var. pumilio). Vom kleinen Sitzplatz im Grünen führen schlichte Trittplatten hinab in den unteren Garten zum ehemaligen Schuppen, der statt der alten Betonplatte ein Holzdeck bekommt und sich so zum einladenden Freisitz mausert. Passend dazu ist der Garagenvorplatz, vormals mit Beton gepflastert, jetzt entsiegelt. Rasenwaben mit hohem Rasenanteil lassen die Fläche optisch zum Teil des Gartens werden, ohne dass sie ihre Funkion dadurch einbüßt. Die Rasenfläche verbindet alle Bereiche miteinander, sodass der Eindruck von Großzügigkeit und Weite erhalten bleibt – mit dem Unterschied, dass man ab sofort den einmaligen Bergblick von verschiedenen Standorten und Perspektiven aus genießen kann! Nichts drängt sich wichtig in den Vordergrund.

