
Staudenwildnis statt Rasenmonotonie
In den Garten gehen ist hier gleichbedeutend mit Eintauchen in den Formen- und Farbenreichtum der Stauden, in ihre Lebendigkeit, ihren Duft. Sie sorgen für die wild-romantische Stimmung, die so bezaubernd und wohltuend ist. Die „geplante Wildnis“, wie Martin Oelkers die aufwändigen Staudenpflanzungen bezeichnet, begnügt sich nicht brav mit einem ihr zugewiesenen Platz im Beet. Stauden und Gräser fassen das Haus ein, lassen Räume und Nischen entstehen, durchdringen nahezu jeden Bereich des Gartens – fast scheint es, als würden sie hier wild wachsen.

„Einen Garten zu planen und umzusetzen, der wie wild gewachsen aussehen soll, bedarf viel Vertrauen von Bauherrenseite!”

Martin Oelkers
Heute ist der Garten in kleine Nutzungsbereiche, kleine Nischen aufgeteilt, ohne dass sie wie aneinandergereiht wirken. Vom Haus und der Terrasse blickt man auf die zentrale große Pflanzfläche in der Mitte des Gartens. „Die Terrasse wurde weg von der Terrassentür (jetzt Gartentür) seitlich platziert, damit die Gartenmöbel nicht den Blick vom Haus in den Garten versperren. Die Terrasse „klebt“ also nicht direkt am Haus, ist aber dennoch dem Wohnbereich zugeordnet. Selbst eine Gartenküche findet bei der Anordnung noch Platz und versperrt ebenfalls nicht die Sicht von innen nach außen“, erklärt der Gartenplaner. Hier auf der Südseite befindet sich auch der neue Poolbereich in voller Sonne.

