Intimer Ruheort

Mehr Platz für den Gartengenuß

„Entscheidend für das Gelingen der Umgestaltung war die Anordnung der neuen Räume.“ - Anja Gut

Anja Gut setzte einen Teil des Gartens bewusst eine Stufe tiefer: Zum einen kam dies dem Verlauf des abfallenden Terrains entgegen, zum anderen entstand dadurch ein neuer intimer Gartenraum, der von den Wegen zwischen Gebäude und Eingang räumlich getrennt ist, ohne dass der Garten dabei zweigeteilt wird. „Wir haben versucht, durchgängige Aufenthaltsbereiche zu definieren. Daher gibt es in der Mitte des Gartens einen großen Dreh- und Angelpunkt, einen Platz, der multifunktional genutzt werden kann. Darum gruppieren sich weitere kleine nutzbare Bereiche“, erklärt die Planerin. Ein Sonnensegel liefert am zentralen Platz eine räumliche Komponente und ersetzt zwei Scheinzypressen, die durch den Garagenbau des Nachbarn Schaden nahmen und gefällt werden mussten.

Lage des GartensRegion Baden, Kanton Aargau, Schweiz
Grösse230 m2
 
PlanungsbüroHariyo Freiraumgestaltung GmbH
Zum Profil
AusführungHariyo Freiraumgestaltung GmbH
FotografieDittli Visuelle Gestaltung und Fotografie
Auf kleinem Raum ist ein viel- schichtiges, ästhetisches Garten- juwel entstanden, so individuell und kreativ wie die Gartenbesitzer selbst.

Anja und Michael Gut

Ihre Stämme, mittlerweile vom Efeu erobert, ließ man bewusst als Reminiszenz an den alten Garten stehen. Nun schließt eine schnell wachsende Salweide (Salix caprea), eine Baumart mit hohem ökologischem Wert, den Raum gegen die Straße hin ab. Gartenschränke aus Holz nehmen die Nachbargarage aus dem Blickfeld – eine platzsparende und zugleich praktische Idee für kleine Räume, um Störendes effektiv auszublenden. Entlang der Straße wurde die raumgreifende Hecke durch eine individuelle Sichtschutzlösung mit sägerauen Brettern aus Lärchenholz (Eigenproduktion Salamander Naturgarten AG) ersetzt. Diese beansprucht wenig Platz und wirkt dank Halbtransparenz nicht allzu wuchtig. So grenzt sich der kleine Garten nicht hermetisch gegenüber der Landschaft ab, sondern öffnet sich auf der Südseite in Richtung Obstgarten. Die südexponierte Böschung hinab zum Obstgarten machte Anja Gut durch die Terrassierung mit Stahlbändern erst nutzbar und bepflanzte sie mit Trockenheit verträglichen Blütenstauden. In die Stufenanlage integrierte sie eine Sitzbank – ein besonders schöner Sitzplatz, um die Abendsonne in all der Staudenfülle zu genießen.

Impressionen