Der Blick in die Berge

Das Spiel der Gegensätze

Einen Kontrapunkt zur strengen Architektur.

So beschreibt Friedhelm Hellenkamp, was diesen Garten in steiler Lage ausmacht. Es ist die Berglandschaft der Kitzbühler Alpen, die der Landschaftsarchitekt mit seiner Gestaltung in Szene setzt. Die schroffen Felsen des Wilden Kaisers, das Kitzbühler Horn, die grünen Matten der umliegenden Berge – all dies wird zum Teil des Gartens („geborgte Landschaft“). Was den Blick stört, wird mit geschickt platzierten Gehölzen ausgeblendet, damit die Natur uneingeschränkt wirken kann. Eigentlich sind es zwei Gärten, noch dazu sehr unterschiedlich in Stil und Architektur, die der Landschaftsarchitekt zu verschiedenen Zeiten gestaltete und dann zusammenführte: ein natürlich anmutender Garten mit Natursteinplatten und Felsen und ein eher architektonisches intensives Grün. Beim „älteren“ Garten (ca. 200 m2) war es Aufgabe, die extreme Hanglage begeh- und erlebbar zu machen. Er besticht durch seine massiven Felssetzungen, die einen ausgetrockneten Wasserfall imitieren. Eine geschwungene Felsentreppe aus großen Natursteinquadern führt zu einer Brücke, über die man zu einer freischwebenden Holzterrasse, aber auch zum neuen Grundstück gelangt.

Lage des GartensKitzbĂĽhel, Ă–sterreich
Grösse380 m2
 
PlanungsbĂĽroInspired by Nature inspiredbynature.eu
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AusfĂĽhrungInspired by Nature
FotografieInspired by Nature
„Auf kleinstem Raum wurde hier versucht, eine 'Landschaft' in der Landschaft zu bauen, die alle Sinne anspricht und Räume zur Kommu- nikation, aber auch zum Rückzug bereithält.”

Friedhelm Hellenkamp

Dieses Nachbargrundstück hatten die Auftraggeber zu einem späteren Zeitpunkt erworben, allerdings stand hier wegen des großen L-förmigen Baukörpers nur begrenzter Freiraum zur Verfügung. „Auf kleinstem Raum (180 m2) wurde versucht, eine 'Landschaft' in der Landschaft zu bauen, die alle Sinne anspricht und Räume zur Kommunikation, aber auch zum Rückzug bereithält“, erklärt Friedhelm Hellenkamp sein Gestaltungskonzept. Dank großer Glasschiebetüren gibt es keine Trennung zwischen innen und außen, sodass der klar gegliederte Gartenraum gleichzeitig erweiterter Wohnraum ist. Blickfang und Mittelpunkt des neuen Gartens bildet ein Japanischer Fächerahorn (Acer palmatum) in einem großen kreisrunden Pflanzgefäß, ohne genau das Zentrum einzunehmen. Die Terrasse als verbindendes Element zwischen Garten und angrenzenden Wohnräumen wurde vor Ort in Stahlbeton gegossen. „Dadurch hatten wir die Möglichkeit, runde und rechteckige Flächen zu kombinieren, um ganz bewusst einen Kontrapunkt zum vorherrschenden rechten Winkel des Gebäudes zu setzen“, erklärt der Landschaftsarchitekt.

Impressionen