Garten mit Tradition

Große Ruhe, Ausgeglichenheit und spürbare Harmonie. Grosse Tiefe durch die kulissenartige Platzierung der Rhododendren und Felsenbirnen. Spiel von Licht und Schatten auf der Rasenfläche durch alte Bäume wie Buchen, Ahorn, Eiben und Esskastanie. Der Garten manifestiert sich nur durch die Bepflanzung und verzichtet auf modische Gartenelemnte.

WKM Landschaftsarchitekten GmbH
40549 Düsseldorf
Deutschland

Wo liegt der Garten? Gibt es typische regionale Merkmale, die der Garten aufgreift?

Der Garten befindet sich in einem historischen Villenviertel in Meerbusch aus den 30iger Jahren. 1937 wurde er zum ersten Mal nach den Plänen des Düsseldorfer Gartenarchitekten Roland Weber angelgt und seitdem durch wechselnde Besitzer (3 an der Zahl ) immer wieder verändert. Das heutige Erscheinungsbild geht zurück auf einen Entwurf von Roland Weber aus dem Jahr 1992. Der Garten steht ganz in der Tradition der klassischen Gartenkunst und zeichnet sich durch seine Natürlichkeit aus. Durch die Stellung der Bäume und Sträucher und die daraus resultierende LIcht- und Schattenwirkung wird eine große Spannung, Raumtiefe und Ausgewogenheit erzielt. Das Büro WKM Landschaftsarchitekten betreut seitdem den Garten ganz im Sinne Roland Webers und passt ihn den heutigen Herausforderungen durch die Klimaänderung und den neuen Ansprüchen der Besitzer an.

Wie lautete der Auftrag bzw. welche Wünsche hatte der/die Auftraggeber/in?

Durch den Zuwachs der alten Bäume und dem Absterben einiger Rhododendren, sowie aller Birken, einem japanischer Ahorn, sowie der gesammten Pachysandrafläche, hatte der Garten viel von seiner Ausdrucksstärke und Spannung verloren. Es galt diese wieder herzustellen. Von Pilz befallene Bäume und Rhododendren wurden ersetzet. Ausserdem wollten die Bauherren auch im Sommer etwas mehr Farbe im Garten (z.B. blau ), da sie jetzt ihren Urlaub zu Hause verbringen möchten.

Galerie

Was war Ihr erster Gedanke zu diesem Projekt/ bzw. ihr erster Eindruck vom Garten?

Die Bewunderung von Roland Weber´s Entwurf und die damit verbundene Verantwortung mit diesem Erbe sorgsam umzugehen und es zu bewahren.

Was sah Ihr Planungskonzept vor? Welche grundlegenden Ideen stecken hinter dem Konzept?

Beschneidung und Rückschnitt des Allzudichten. Öffnen von Sichtbeziehungen, Austausch kranker Pflanzen. Neues Pflanzkonzept für den waldartigen hinteren Gartenteil mit Hortensien (Blaues Band), Epimedium und Farnen.

Was macht den Garten jetzt aus? Wie würden Sie die Atmosphäre des Gartens beschreiben? Wie würden Sie ihn charakterisieren?

Große Ruhe, Ausgeglichenheit und spürbare Harmonie. Grosse Tiefe durch die kulissenartige Platzierung der Rhododendren und Felsenbirnen. Spiel von Licht und Schatten auf der Rasenfläche durch alte Bäume wie Buchen, Ahorn, Eiben und Esskastanie. Der Garten manifestiert sich nur durch die Bepflanzung und verzichtet auf modische Gartenelemnte.

Gibt es besondere Pflanzen, die verwendet wurden (Pflanzkonzept)?

Rhododendron Cunningham´s White, Amelanchier lamarckii, Cornus kousa chinensis, Azalea palestrina , Hydrangea paniculata tardiva, Hydrangea macrophylla "Blaumeise", Acer japonicum, Epimedium, Athyrium filix-femina

Auf welches Highlight/Detail im eingereichten Projekt sind Sie besonders stolz? Was ist besonders gut gelungen?

Dass der Garten seinen ürsprünglichen Charakter behalten und man immer noch die Handschrift von Roland Weber erkennen kann.