Dialog zwischen Haus und Garten

- Aus drei grundlegend verschiedenen Räumen entstand ein Garten mit einer einheitlichen Gestaltung. Ein Garten zum Verweilen und einem wunderbaren Lichtspiel je nach Tageszeit. - Der Garten und Haupteingang zugleich, strahlt eine heimelige und dezente Stimmung aus, welche den hereintretenden Besucher sehr angenehm ankommen lässt - Der frühere monofunktionale Korridor bildet heute die Begegnungszone bei der man mit einem Kaffe auf der Sitzkiste im Schatten des Mehrstämmigen Ahorns verweilen kann - Zudem gewann der Garten an Charme, da er sich nun gestalterisch sowie atmosphärisch an die Architektur anpasst

Lustenberger Schelling Landschaftsarchitektur
8810 Horgen
Schweiz

Wo liegt der Garten? Gibt es typische regionale Merkmale, die der Garten aufgreift?

- Das Grundstück liegt im Dorfkern von Birmensdorf. Die traditionelle Bauweise ist anhand des altertümlichen Fachwerkbaus zu erkennen. - Die Gartenanlage nimmt die "bäuerliche" Landidylle auf und interpretiert diese mit einer zeitgemässen Gestaltung.

Wie lautete der Auftrag bzw. welche Wünsche hatte der/die Auftraggeber/in?

Am meisten wird der Sitzplatz hinter dem Haus gleich bei der Küche benützt. Hier ist es am gemütlichsten. Ein ziemlich grosses Gartenstück liegt vor dem Haus an der Quartierstrasse und ist nach Südwesten ausgerichtet; im Sommer wird es dort am frühen Abend richtig heiss. Und wie nutzt man am besten den schmalen Gartenteil am südlichen Ende, in dessen Mitte sich der Hauseingang befindet? Und dann ist da noch die etwas eintönige Bepflanzung: Hier braucht es unbedingt mehr Abwechslung!

Galerie

Was war Ihr erster Gedanke zu diesem Projekt/ bzw. ihr erster Eindruck vom Garten?

Das Eckhaus am südlichen Ende eines grossen Riegelbaus verfügt über einen schmalen Garten, der sich um die drei Seiten des Grundstücks zieht. Lang und schmal und etwas eng – aber mit einer guten räumlichen Aufteilung ist vieles möglich!

Was sah Ihr Planungskonzept vor? Welche grundlegenden Ideen stecken hinter dem Konzept?

Auf einer kleinen Fläche ein Gefühl von Grosszügigkeit zu bewirken – dies ist unsere Herausforderung. Wir wagen es und vergrössern die Beete vor der neu aus Eiben statt aus Buchen bestehenden Hecke. In diese Beete pflanzen wir eine Mischstaudenbepflanzung, die für die gewünschte Vielfalt an Farben, Formen und Arten sorgt; sie zieht sich über den ganzen Garten hinweg und wirkt als gestalterische Klammer. Wir legen auch ein paar organisch geformte Beete gleich an der Hauswand an, die die harten rechtwinkligen Formen des Hauses weichzeichnen. Und das neue Porphyr-Pflaster mit seinen abwechslungsreichen erdig-braunen Tönen nimmt die Farbe der Balken des Riegelhauses auf und trägt dazu bei, dass das Haus mit der Aussengestaltung in einen Dialog tritt.

Was haben Sie vor allem verändert? Wie sind Sie vorgegangen?

Weniger ist mehr - Die Gestaltung dieses traditionellen Grundstücks musste vorsichtig angegangen werden. Die räumliche Aufteilung blieb erhalten. Die Gestaltung rhythmisiert und vereinheitlicht den Garten und durch die neue solitäre Baumsetzung werden die beiden Haupträume aktiviert.

Was macht den Garten jetzt aus? Wie würden Sie die Atmosphäre des Gartens beschreiben? Wie würden Sie ihn charakterisieren?

- Aus drei grundlegend verschiedenen Räumen entstand ein Garten mit einer einheitlichen Gestaltung. Ein Garten zum Verweilen und einem wunderbaren Lichtspiel je nach Tageszeit. - Der Garten und Haupteingang zugleich, strahlt eine heimelige und dezente Stimmung aus, welche den hereintretenden Besucher sehr angenehm ankommen lässt - Der frühere monofunktionale Korridor bildet heute die Begegnungszone bei der man mit einem Kaffe auf der Sitzkiste im Schatten des Mehrstämmigen Ahorns verweilen kann - Zudem gewann der Garten an Charme, da er sich nun gestalterisch sowie atmosphärisch an die Architektur anpasst

Auf welches Highlight/Detail im eingereichten Projekt sind Sie besonders stolz? Was ist besonders gut gelungen?

- Die Sitzkiste aus Holz wird bereits als unverzichtbarer Teil des Garten-Inventars anerkannt