Dialog der Ebenen

- Der Garten hat nun den angestrebten Raum und die gewünschte Geltung erhalten, dabei sowohl als Großzügigkeit und Chic, aber auch an Intimität gewonnen. - Die durch die Höhe der Geländekante geschützte Lage wurde durch deren Fortsetzung in Sichtschutz und Bepflanzung mit Spalierbäumen aufgenommen und verstärkt. - Durch den Einsatz natürlicher und lebendig wirkender Materialien wie Muschelkalk, Lärchenholz und Cortenstahl wird die Idee unterstrichen, die Natur zu bändigen, nicht aber durch Künstliches zu ersetzen. - Die erdig-warmen Farbtöne des Muschelkalks und Cortenstahls bilden dabei den Hintergrund für frisches Grün, das die Pflanzung bestimmt. - Die strengen Geometrien und scharfen Linien der Gestaltung stehen im Kontrast zur früheren Form des bedrückenden Hangs und wirken wie ein Sinnbild für die Kultivierung und Aneignung des Gartengeländers durch seine Besitzer. - Der Garten lebt von den vertikalen Spannungsbögen und dem dicht gewobenen Spiel der Formen und Materialien. - Gleichzeitig gehen aber alle gestalterischen und räumlichen Ebenen wechselseitige Beziehungen zueinander ein, bauen aufeinander auf, greifen ineinander über und bilden in ihrer Strenge untereinander Strukturen, die harmonisch und organisch verwoben wirken.

Forster Garten- und Landschaftsbau GmbH
53347 Alfter
Deutschland

Wo liegt der Garten? Gibt es typische regionale Merkmale, die der Garten aufgreift?

Der Garten liegt im rheinischen Vorgebirge in der Nähe von Bonn.

Wie lautete der Auftrag bzw. welche Wünsche hatte der/die Auftraggeber/in?

Der bisherige Garten war räumlich stark eingeengt durch die Abbruchkante des in einen Hang geschachteten Baugrundstücks. Ein übermäßiger und erdrückender Eindruck ging vom Hang auf die Bewohner aus. Ziel war es, die Hangkante deutlich vom Haus weg zu verlegen und einen großzügigen, aber gleichzeitig intimen Gartenraum zu schaffen.

Galerie

Was war Ihr erster Gedanke zu diesem Projekt/ bzw. ihr erster Eindruck vom Garten?

Dem Garten Raum und Geltung zu verschaffen.

Was sah Ihr Planungskonzept vor? Welche grundlegenden Ideen stecken hinter dem Konzept?

- Der Gartenraum musste völlig neu inszeniert werden. - Die durchgehende Idee war die schrittweise Zurückverlegung des Hangprofils durch die uralte Kulturtechnik der Terrassierung

Was haben Sie vor allem verändert? Wie sind Sie vorgegangen?

Völlige Umgestaltung der Topografie

Was macht den Garten jetzt aus? Wie würden Sie die Atmosphäre des Gartens beschreiben? Wie würden Sie ihn charakterisieren?

- Der Garten hat nun den angestrebten Raum und die gewünschte Geltung erhalten, dabei sowohl als Großzügigkeit und Chic, aber auch an Intimität gewonnen. - Die durch die Höhe der Geländekante geschützte Lage wurde durch deren Fortsetzung in Sichtschutz und Bepflanzung mit Spalierbäumen aufgenommen und verstärkt. - Durch den Einsatz natürlicher und lebendig wirkender Materialien wie Muschelkalk, Lärchenholz und Cortenstahl wird die Idee unterstrichen, die Natur zu bändigen, nicht aber durch Künstliches zu ersetzen. - Die erdig-warmen Farbtöne des Muschelkalks und Cortenstahls bilden dabei den Hintergrund für frisches Grün, das die Pflanzung bestimmt. - Die strengen Geometrien und scharfen Linien der Gestaltung stehen im Kontrast zur früheren Form des bedrückenden Hangs und wirken wie ein Sinnbild für die Kultivierung und Aneignung des Gartengeländers durch seine Besitzer. - Der Garten lebt von den vertikalen Spannungsbögen und dem dicht gewobenen Spiel der Formen und Materialien. - Gleichzeitig gehen aber alle gestalterischen und räumlichen Ebenen wechselseitige Beziehungen zueinander ein, bauen aufeinander auf, greifen ineinander über und bilden in ihrer Strenge untereinander Strukturen, die harmonisch und organisch verwoben wirken.

Gibt es besondere Pflanzen, die verwendet wurden (Pflanzkonzept)?

Während sich die geometrischen Formen und die Hoheit des Geländes in der Verwendung von Spalierbäumen wiederfinden, nehmen die eher lockeren Sträucher und filigranen Staudenformen dem Naturstein wieder etwas an Schroffheit ab.

Auf welches Highlight/Detail im eingereichten Projekt sind Sie besonders stolz? Was ist besonders gut gelungen?

Mit besonderer Freude erfüllt uns, dass es gelungen ist, die vielen verschiedenen Ebenen des Gartens in einen ästhetisch spannenden Dialog miteinander und mit ihren Nutzern zu bringen.