Der Garten - Vermittler zwischen Landschaft und Siedlung

Wo liegt der Garten? Gibt es typische regionale Merkmale, die der Garten aufgreift?

Der Garten liegt im oberbayerischen Hügelland des Tertiär in alter ländlicher Kulturlandschaft. Feld- und Wiesenstreifen sowie Waldränder sollten mitaufgenommen, der von außen sichtbare Teil in die Landschaft mit einbezogen werden. Herstellung von Sichtbeziehungen, die den Garten verorten.

Wie lautete der Auftrag bzw. welche Wünsche hatte der/die Auftraggeber/in?

Auftraggeber ist der Landschaftsarchitekt. Die Vision war die Entwicklung des Gartens als Vermittler zwischen Landschaft und Siedlung.

Galerie

Was war Ihr erster Gedanke zu diesem Projekt/ bzw. ihr erster Eindruck vom Garten?

„Hier lassen sich ökologische Prinzipien verwirklichen.“

Was sah Ihr Planungskonzept vor? Welche grundlegenden Ideen stecken hinter dem Konzept?

Grundlegende Ideen: Herstellen abgestufter Lebensräume von Innen über Glashaus, Innenhof, Veranden zu den Gartenräumen und der großen Wiese im Übergang zur Landschaft mit einem Wassersystem, Solarnutzung (passiv und Fotovoltaik), Recycling, Nachhaltigkeit, Strukturen, die in allen Jahreszeiten wirksam werden, Hecken v.a. im Winter Selbstversorgung (Gemüse, Obst, Beeren), Windschutz.

Was haben Sie vor allem verändert? Wie sind Sie vorgegangen?

Alles bis auf das ein Jahrhundert alte Häuslerhaus. Das Hanggrundstück musste beidseitig und unterhalb der Gebäude terrassiert werden, um ebene Flächen für die intensiveren Gartenbereiche zu erhalten. Umbau der Wiese siehe 7.

Gibt es besondere Pflanzen, die verwendet wurden (Pflanzkonzept)?

Jeder Raum hat ein eigenes Pflanzkonzept, ausgehend vom Innenhof mit berankten Fassaden und Agapanthuslilien über die Rosen im Buchsparterre, den Seerosen im Teich, den Wiesen- und Waldpflanzen bis zur Eichensammlung im „Wäldchen“.

Auf welches Highlight/Detail im eingereichten Projekt sind Sie besonders stolz? Was ist besonders gut gelungen?

Dass ich einmal im Leben eine Hommage an die Villa Ruspoli in Vignanello und den Landschaftsbezug des Palazzo Piccolomini in Pienza verwirklichen konnte.